DGB Bildungswerk Bayern
Mehr Zeit zum Leben, Lieben, Lachen - Über den Kampf um freie Zeit
Dem Versprechen von weniger Arbeit und mehr Zeit für Erholung und Genuss wohnt ein utopisches Element inne: die Vorstellung eines Lebens ohne Mühsal und Plackerei. Kein Wunder also, dass es gerade die Kämpfe um kürzere Arbeitszeiten, für mehr Freizeit, mehr Urlaub, freie Wochenenden und eine möglichst selbstbestimmte Gestaltung der freien Zeit sind, die die Massen besonders enthusiastisch auf die Straße treiben.
Seit Entstehen der Arbeiterbewegung ist das Ringen um kürzere Arbeitszeiten zentraler Gegenstand von Arbeitskämpfen und gerade in den letzten Jahren erlebt der Kampf um freie Zeit ein Comeback. Dabei geht es auch um mehr Selbstbestimmung und flexible Arbeitszeitmodelle zugunsten der Lohnabhängigen.
Das Buch von Kathrin Birner und Stefan Dietl ist 2025 im Unrast-Verlag erschienen. Es widmet sich den aktuellen und vergangenen Kämpfen um freie Zeit. Dabei nimmt es die Verkürzung der Arbeitszeit aus feministischer Perspektive ebenso in den Blick wie die Herausforderungen durch die Digitalisierung der Arbeitswelt. Nicht zuletzt geht das Buch der Frage nach, ob der Kampf um die freie Zeit in der Lage ist, die Totalität des kapitalistischen Systems zu sprengen.
Kathrin Birner ist Gewerkschaftssekretärin bei der ver.di Oberpfalz.
Stefan Dietl ist Journalist, Autor und aktiver Gewerkschafter.
Termin: Donnerstag, 16.07.2026, 18:30 – 20:00 Uhr
Ort: Münchner Aids-Hilfe, Lindwurmstr. 71 (Rückgebäude), Raum Act Up
Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung per Mail.
Die Freiheit, die sie meinen: Der Faschismus im 21. Jahrhundert
Ob Trump, Meloni oder Orban: Rechte Bewegungen erringen weltweit die Macht, Demokratien werden autoritärer. Grundlegende Bürger:innen- und Menschenrechte gelten nicht mehr, hart erkämpfte Arbeiter:innenrechte werden abgeschafft. Geflüchtete, sexuelle Minderheiten, Antifaschist:innen und Linke erfahren zunehmend Verfolgung.
In diesem Seminar untersuchen wir diesen globalen Trend: Was sind seine Ursachen? Wie hängt er mit dem Neoliberalismus zusammen? Findet er auch hierzulande statt? Im Zuge dessen führt der Workshop in die Geschichte und Gegenwart des Faschismus ein, erklärt Faschismustheorien und bietet Ansätze zum Verständnis der autoritären Transformation unserer Gesellschaft.
Referent: Dr. Sebastian Schuller, arbeitet zu Neoliberalismus, Spät-Kapitalismus, Antisemitismus und Verschwörungsdenken. Zuletzt ist in der Edition Assemblage sein gleichnamiges Buch zu Verschwörungsdenken und Neoliberalismus erschienen ("Die Freiheit, die sie meinen", 2024).
Termin: Samstag, 25.07.2026, 10:30 - 17:00 Uhr
Ort: Münchner Aids-Hilfe, Lindwurmstr. 71 (Rückgebäude)
Teilnahmebeitrag: 15 Euro (inkl. Getränke und Mittagsimbiss)
Anmeldung erforderlich per Mail.
Antifaschismus in Betrieb und Gesellschaft - Was tun gegen den politischen Rechtstrend
Gewerkschaften stehen für Solidarität, demokratische Teilhabe und eine offene Gesellschaft, in der Vielfalt geschützt und soziale Rechte gestärkt werden. Diese Grundwerte geraten jedoch zunehmend unter Druck: Extrem rechte Akteure gewinnen gesellschaftlichen Einfluss, verschieben politische Debatten und versuchen, soziale Unsicherheiten und betriebliche Konflikte für ihre menschenfeindlichen Ideologien zu instrumentalisieren.
Dabei zeigt sich extrem rechtes Denken längst nicht mehr nur in Parteien oder organisierten Strukturen. Rassismus, Nationalismus und menschenfeindliche Positionen treten offen im gesellschaftlichen Alltag, in sozialen Medien und auch in Betrieben zutage. Das stellt Gewerkschaften, Beschäftigte und zivilgesellschaftliche Initiativen vor neue Herausforderungen.
Unsere Tagung bietet Raum, aktuelle politische Entwicklungen und ideologische Strategien der extremen Rechten zu analysieren, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Handlungsperspektiven gegen die gesellschaftliche Rechtsentwicklung zu diskutieren.
In Kooperation mit der DGB Region Oberpfalz, der DGB Jugend Oberpfalz und der Friedrich-Ebert-Stiftung Bayern.
Termin: Samstag, 28.11.2026, 10:30 – 16:30 Uhr
Ort: Gewerkschaftshaus Regensburg, Richard-Wagner-Str. 2
Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung erforderlich per Mail.
Es ist da! Das Münchenprogramm von Juli bis Dezember 2026
Ab sofort kann gebucht werden! Ein abwechslungsreiches Angebot an Stadtteilrundgängen, Betriebsbesichtigungen, Vorträgen, Kursreihen und Workshops erwartet Sie: Von „Tegernseer Landstraße 210: Seit Ende des Zweiten Weltkriegs ein wichtiger Ort der Demokratie in Bayern“ über „BR-Tour im Campus München-Freimann“ bis zu „„Der Sozialstaat - Gesellschaftliche und ökonomische Bedeutung“ und „Die wechselvolle Geschichte der heutigen Ernst-von-Bergmann-Kaserne“.
Seien Sie gespannt auf vielfältige Eindrücke aus Geschichte, Gesellschaft und Kultur in München und darüber hinaus!
Über unsere Homepage können Sie sich einfach und schnell per Kurssuche-Funktion anmelden. Anmeldungen sind für unsere und Ihre Planungssicherheit erforderlich. Das Programmheft im PDF-Format finden Sie hier. Das gedruckte Heft können Sie per E-Mail bestellen, oder Sie holen es sich in der Stadtinformation im Rathaus oder in einer Stadtteilbibliothek ab.
Bitte beachten Sie, dass aus organisatorischen Gründen nicht alle Veranstaltungen in Kooperation mit der MVHS im Programmheft abgedruckt werden konnten. Den jeweils aktuellen Stand unseres Angebots finden Sie auf unserer Homepage.
Soziale Bewegungen - Ursprünge und Aussichten
Rechte und autoritäre Bewegungen werden weltweit stärker. Diese Entwicklung geht mit einer Schwächung sozialer Bewegungen einher, die für progressive gesellschaftliche Veränderungen kämpfen.
Soziale Bewegungen bildeten sich, als das Adjektiv „sozial“ zu einem Kampfbegriff wurde. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts tauchen sie in verschiedenen Formen auf und lassen sich als einen Erfahrungszusammenhang verstehen; die Akteur:innen streiten darum, in Freiheit und Gleichheit das Leben zu ändern und die Welt zu verändern. Dazu gehörten und gehören ganz entscheidend auch die Gewerkschaften. Damit sind soziale Bewegungen von rechten und autoritären Bewegungen ebenso abzugrenzen, wie von Aufständen und Unruhen, Protesten und Revolutionen.
Das Seminar zeichnet die Entstehung und Entwicklung zentraler sozialer Bewegungen nach. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, worauf es ankam und ankommt, damit sich soziale Bewegungen entfalten – und welche gewerkschaftspolitischen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind.
Referentin: Dr. Annette Ohme-Reinicke, Soziologin und Autorin des Buchs Soziale Bewegungen - Ursprünge und aktuelle Formen (Schmetterling-Verlag).
Termin: Samstag, 27.06.2026, 10:30 – 17:00 Uhr
Ort: KKV Hansa Haus, Brienner Straße 39 Rgb., 80333 München
Teilnahmebeitrag: 15 Euro (inkl. Getränke und Mittagsimbiss)
Anmeldung per Mail.
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